Niederdruckfördersysteme
Niederdruckfördersysteme finden ihren vorwiegenden Einsatz im Bereich der nicht zum Verschleiß neigenden Produkte. Produkte, die nicht am Rotor haften, trocken und rieselfähig sind, pulverförmig oder in Granulatform anfallen.
Für spezielle Produkte werden die entsprechenden Sonderausführungen angeboten. Durchblasschleusensysteme haben sich z.B. bewährt bei der Förderung von Getreide, Kunststoffgranulaten, Gips, Glasfasern oder auch im Kraftwerkbereich bei der REA-Restproduktförderung.
Durchblasschleusen und Injektorsysteme eignen sich, wie auch die Druckgefäßförderanlagen, zum Dosieren pulvriger Stoffe in der Verfahrenstechnik.
Durchblasschleusensysteme

Injektorfördersysteme
Injektoren zur Einschleusung des Förderguts wandeln die Druckenergie der Luft am Punkt der Einschleusung in Geschwindigkeitsenergie um. So kann das Fördergut bei Atmosphärendruck vom Luftstrom aufgenommen werden. Nach der Einschleusung wird die Energie zurückverwandelt. Der so erhaltene Überdruck ist gleich dem Druckverlust in der anschließenden Förderleitung.


Die Injektorschleuse hat folgende Vorteile:
- Keine bewegten Teile befonden sich im Luftstrom, die Förderung sperriger Güter ist möglich.
- Die Herstellkosten, häufig reine Blecharbeiten sind gering.
- Der Injektor kann über den Gegendruck dosieren.
Nachteile:
- Der Wirkungsgrad ist insbesondere bei größeren Druckdifferenzen schlecht.
- Durch höhere Gutgeschwindigkeiten ist der Verschleiß am Fördergut und am Injektor groß.
- Der Gutmassenstrom und die Förderanlage ist wegen des geringen umgesetzten Drucks klein.
Literaturhinweis: Wolfgang Siegel "Pneumatische Förderung"
Kombinierte Saug-Druckfördersysteme
Saug-Druckfördersystem mit Sichter, bestehend aus den Sauggebläsen, Abscheidern mit Filter, Vorlagebehältern mit Durchblasschleuse sowie Stahlbau.
Leistung: 4,0 to/h
